In eigener Sache: Klimawandel

»Wenn es Wissenschaft ist, gibt es keinen Konsens. Wenn es Konsens gibt, ist es keine Wissenschaft.« - Michael Crichton

Es fĂ€llt immer stĂ€rker auf, dass der sogenannte Klimawandel in der allgemeinen Gesellschaft meist nur eine populistische GrĂ¶ĂŸe darstellt. Keiner möchte ihn leugnen, jedoch möchte auch keiner darĂŒber sprechen, geschweige denn diskutieren. Wenn ich dann nachfrage, was der Klimawandel wirklich persönlich bedeutet und wie die eigene Meinung dazu ist, wird vielfach darauf hingewiesen, dass dieses Thema zu komplex sei und man sich der allgemeinen Aufassung der deutschen Politiker anschliessen wĂŒrde. Gerne wird dabei vermieden, konkrete Aussagen zu treffen. Es kann auch kein politische Richtung verortet werden. Offensichtlich sind viele Menschen mit der Frage nach dem medialen Klimawandel und der persönlichen Einstellung dazu erkennbar ĂŒberlastet. Sie sind oft mit den finanziellen Belastungen, die die deutsche Politik zunehmend den BĂŒrgern aufbĂŒrdet und der populistischen Panikmache der Mainstream-Medien nicht einverstanden, haben jedoch Angst, die wahre persönliche Meinung zu Ă€ußern, da sie eine gewisse Gefahr sehen, von der schweigenden Mehrheit der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. Ich kenne Leute, durch deren Familien und Freundschaften tiefe GrĂ€ben diesbezĂŒglich gehen. In vielen GesprĂ€chen im Rahmen meiner gastronomischen Laufbahn der letzten Jahre mit Menschen aus verschiedenen Bildungsstufen und sozialen Umfeldern war dieses Verhalten und diese Angst diagnostizierbar.

Forschungsstand rational bewerten

Ich verfĂŒge ĂŒber keine eigene Expertise in den klimarelevanten naturwissenschaftlichen Disziplinen. Ich kann also nur versuchen, den aktuellen Forschungsstand zur Kenntnis zu nehmen und zu bewerten. Dieser ist, anders als hĂ€ufig behauptet, keinesfalls eindeutig entschieden und ausdiskutiert. Ich beobachte im Wesentlichen zwei Aussagen, die aus dem Forschungsstand unterschiedlicher Gruppen von Wissenschaftlern abgeleitet werden:

Aussage A: Risiko der Verschlechterung

Der menschengemachte Klimawandel ist eine Tatsache. Er birgt das Risiko, die Welt fĂŒr die meisten Menschen und ihre Art zu leben zum Negativen zu verĂ€ndern. In der BiosphĂ€re wird es zu großen UmwĂ€lzungen kommen, wenn die Emission von Treibhausgasen, insbesondere CO2, durch Industriegesellschaften weitergeht wie bisher. Es mĂŒssen daher energische Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen ergriffen werden. Die ErderwĂ€rmung kann so auf ein gerade noch ertrĂ€gliches Niveau begrenzt werden.

Aussage B: Ungewissheit und Offenheit

Der Klimawandel ist eine Tatsache. Menschliche AktivitĂ€ten tragen dazu bei – in welchem Ausmaß, ist unklar. DarĂŒber hinaus gibt es Zweifel an der GĂŒltigkeit von aus Modellen abgeleiteten Szenarien, insbesondere des katastrophischen Szenarios. Auch das Ausmaß und die Bandbreite der zu erwartenden globalen Temperaturerhöhung sind ungewiss. Dies geht aus dem letzten Sachstandsbericht des IPCC (AR5 Synthesis Report: Climate Change 2014) stĂ€rker hervor als aus frĂŒheren Berichten.

Die ErderwĂ€rmung stellt die Menschheit also vor die Herausforderung der Ungewissheit, jedoch nicht zwangslĂ€ufig vor die Herausforderung einer kommenden Katastrophe. Man kann ĂŒberdies in einer ErderwĂ€rmung, wie sie auch in frĂŒheren Zeitaltern vorkam, nicht nur Risiken und negative Auswirkungen erkennen, sondern auch Chancen, zum Beispiel ein Anwachsen der Vegetation als Kohlenstoffsenke und eine daraus folgende VergrĂ¶ĂŸerung des Nahrungsangebots fĂŒr Menschen und Tiere. Anpassung an ein etwaig geĂ€ndertes Klima wĂ€re demnach ebenfalls eine Option, die gegebenenfalls ein insgesamt positiveres Ergebnis verspricht, als eine ĂŒberhastete und irrationale Politik, die mit einem mehr als fragwĂŒrdigem Aufwand erhebliche Belastungen und Verzichte der BĂŒrger fordert. Aufgrund eines behaupteten Klimanotstandes wurden von den verantwortlichen Politikern inzwischen verschiedene Gesetze erlassen, deren VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit umstritten ist. Dabei soll es nicht bleiben. Die BĂŒrger sollen unter anderem auf Flugreisen, auf Kreuzfahrten, auf das Autofahren oder auf fleischhaltige ErnĂ€hrung verzichten oder all dies signifikant einschrĂ€nken. Industriezweige von erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung wie die Automobilherstellung, die Energiewirtschaft und die Landwirtschaft sollen radikal umgestaltet werden.

Die Folgen werden in vielen Bereichen unumkehrbar sein, mindestens sind sie unkalkulierbar. Das macht vielen Menschen zu Recht Angst. Auch ich habe als verantwortungsbewußter Vater Bedenken, ob sich Europa hier nicht viel zu weit in das gesellschaftliche Leben einmischt, ohne direkte demokratische Legitimierung der BĂŒrger. Globale Herausforderungen betreffen alle. Deswegen mĂŒssen auch alle an ihrer BewĂ€ltigung angemessen mitwirken können. Das ist auch ein Grund, warum ich diesen Text formuliere und in der nahen Zukunft unsere Familie umsiedeln werde. Ich erwarte nĂ€mlich nicht wirklich konkrete Antworten von unseren gewĂ€hlten Vertretern.

Trotzdem erhoffe ich Antworten auf Fragen, die von einer Reihe von Menschen des öffentlichen Lebens, die aus den verschiedensten Berufen kommen und ĂŒber unterschiedlichstes Fachwissen verfĂŒgen. Unsere gewĂ€hlten Vertreter sollten zumindest nachweisen, dass sie den zugrunde liegenden Sachverhalt vollstĂ€ndig verstehen und die Konsequenzen durchdacht haben. Wir sind Teil des SouverĂ€ns. Sie sind diejenigen, die von uns gewĂ€hlt und bezahlt werden. Und Sie schicken sich derzeit an, wesentliche Inhalte unseres Gesellschaftsvertrages abzuĂ€ndern. Ich halte es daher fĂŒr angemessen, dass unsere Politiker uns die folgenden Fragen beantworten. Alle Wahlberechtigten sollen Gelegenheit erhalten, sich ein Bild von den Argumenten der EntscheidungstrĂ€ger, von deren QualitĂ€t und von Ihren AbwĂ€gungsprozessen zu machen. Und dies nicht nur in und fĂŒr Deutschland, sondern auch in und fĂŒr Europa:

Vorhersagen zur Klimaentwicklung: Der „UN-Weltklimarat“ IPCC konstatierte in seinem dritten Report von 2001: „In Sachen Klimaforschung und -modellierung sollten wir anerkennen, dass es sich dabei um ein gekoppeltes, nicht-lineares, chaotisches System handelt. Deshalb sind lĂ€ngerfristige Vorhersagen ĂŒber die Klimaentwicklung nicht möglich.“ TatsĂ€chlich wohnt Prognosen der klimatischen Entwicklung, die ĂŒber einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinausgreifen, keinerlei Vorhersagekraft mehr inne. Die Klimaforschung behilft sich daher mit Szenarien, die zwar plausibel und in sich widerspruchsfrei sind, denen aber aufgrund ihrer Konstruktion keine Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden können. Allein der unvermeidbare statistische Fehler bei der Bestimmung des Langwellenstrahlungseffekts der Wolkenbildung in Standard-Klimamodellen ist ĂŒber hundertmal grĂ¶ĂŸer als der Effekt, der nach diesen Modellen vom CO2 verursacht sein soll.

Frage 1: Wie wollen Sie angesichts der geschilderten UmstĂ€nde die Einhaltung eines bestimmten Klimaziels sicherstellen, wenn doch verlĂ€ssliches Wissen ĂŒber zukĂŒnftige klimatische Entwicklungen prinzipiell nicht erworben werden kann?

Wissenschaftlicher Konsens: Der vielzitierte wissenschaftliche Konsens ĂŒber den Klimawandel gilt nur insofern, als eine Mehrheit der Klimawissenschaftler der Meinung ist, dass der Klimawandel real und zumindest teilweise vom Menschen verursacht sei. Über das Tempo des Klimawandels gibt es nach wie vor eine erhebliche Kontroverse, ebenso ĂŒber die Aussagekraft von Klimamodellen, ĂŒber die Höhe des menschlichen Anteils am Klimawandel, ĂŒber die direkten und indirekten EinflĂŒsse der Sonne und der Wolkenbildung, ĂŒber den WĂ€rmeaustausch zwischen AtmosphĂ€re und Ozean und ĂŒber die CO2-Bindekraft von Pflanzen. Auch Art und Ausmaß der Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten oder konkrete Wege zu seiner BewĂ€ltigung sind von einem weltweiten Konsens unter allen Experten nicht umfasst.

Frage 2: Erkennen Sie diese Aussage an? Falls nein, bitten wir um die Angabe von GrĂŒnden.

Gegenstimmen: Ferner gibt es nicht wenige Klimafachveröffentlichungen und prominente Wissenschaftler, welche die Hypothese vom gefĂ€hrlichen menschgemachten Klimawandel ablehnen oder den menschlichen Beitrag als weniger entscheidend einstufen. Sie sind im Internet dokumentiert, wie der U.S. Senate Minority Report, die Eingabe an US-PrĂ€sident Obama, der Offene Brief an UN GeneralsekretĂ€r Ban Ki-Moon, die Petition an PrĂ€sident Donald Trump oder die jĂŒngst erfolgte Eingabe im Namen von 500 Wissenschaftlern an den UN-GeneralsekretĂ€r Antonio Guterres.

Frage 3: Sind Ihnen die genannten ErklÀrungen mit ihren Inhalten bekannt?

Frage 4: Wen haben Sie zu Ihrem eigenen VerstĂ€ndnis und zu Ihrer Auseinandersetzung mit den dortigen Feststellungen fĂŒr Ihre Entscheidungsfindung konsultiert?

Anstieg des Meeresspiegels: Das Abschmelzen der Eismassen nach der letzten Eiszeit hat den globalen Meeresspiegel um bislang 120 Meter erhöht. Im zwanzigsten Jahrhundert waren es 23 Zentimeter. Der aktuelle Restanstieg wird seit vielen Jahrzehnten von tausenden Pegelmessstationen rund um den Globus genau ĂŒberwacht und dokumentiert. Nach diesen Pegeldaten betrĂ€gt der derzeitige Anstieg des Meeresspiegels ca. 2,5 mm pro Jahr. NASA-Satellitendaten zeigen einen durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels seit 1993 von 3,1 Millimeter pro Jahr. Der Meeresanstieg verlĂ€uft seit wenigstens 100 Jahren linear, bezogen auf den Gesamtzeitraum ohne extreme Beschleunigungen oder Verlangsamungen. Der weltweite Meeresspiegel stiege nach diesen Feststellungen also um etwa 25-31 Zentimeter in einhundert Jahren, ggf. auch einige Zentimeter mehr oder weniger.

Frage 5: Werden Sie ungeachtet dieser Prognose Ihren klimapolitischen Entscheidungen gleichwohl die Ansicht zugrunde legen, dass Inseln und KĂŒstenstĂ€dte wegen des Klimawandels im Meer zu verschwinden drohen? Falls ja: Warum? Und: Welche Inseln und welche KĂŒstenstĂ€dte genau wĂŒrden nach Ihren Annahmen bei einem völligen Ausbleiben von Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland bis wann mit Sicherheit von Meerwasser ĂŒberflutet?

Extremereignisse: Das IPCC kam 2014 zu der Schlussfolgerung, dass mit einer weiteren ErwĂ€rmung eine globale Zunahme von Hitzewellen und mit regionalen Unterschieden auch ein hĂ€ufigeres Auftreten extremer NiederschlĂ€ge wahrscheinlich seien, jedoch keine solche Aussage in Bezug auf Orkane, Tornados, Überflutungen und DĂŒrren getroffen werden könne. Indes verursachen ausgerechnet Hitze und starke NiederschlĂ€ge als Extremwetterereignisse die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringsten SchĂ€den. Zudem nehmen klimainduzierte TodesfĂ€lle seit Jahrzehnten dramatisch ab. Die Anzahl der Toten durch StĂŒrme, DĂŒrren, Überflutungen, Erdrutsche, Lauffeuer und extreme Temperaturen ist in den letzten 90 Jahren um 95 Prozent zurĂŒckgegangen. Und das, obwohl sich im gleichen Zeitraum die Weltbevölkerung mehr als verdreifacht hat. Ursache des RĂŒckgangs der Opferzahlen sind technologischer Fortschritt und steigender Wohlstand. Menschen sind immer besser in der Lage, Extremwetter vorherzusehen, sich vorzubereiten, die Versorgung sicherzustellen, geeignete Notfallmaßnahmen durchzufĂŒhren und sich somit auch physisch rechtzeitig vor klimatischen Gefahren zu schĂŒtzen. Der Klimawandel ist in dieser Hinsicht bislang jedenfalls kein relevantes Problem fĂŒr die Menschheit.

Frage 6: Falls Sie der Auffassung sein sollten, dass die Anzahl der klimabedingten TodesfĂ€lle entgegen diesen Statistiken gleichwohl gestiegen sei oder akut messbar zu steigen drohe: Auf welche Tatsachen stĂŒtzen Sie Ihre diesbezĂŒglichen KausalitĂ€tserwartungen?

EffektivitĂ€t: Selbst wenn gelĂ€nge, den CO2-Ausstoß in Deutschland auf null zu reduzieren, entsprĂ€che diese Mengenreduktion dem gleichzeitigen Zuwachs des weltweiten CO2-Ausstoßes eines einzigen Jahres ( auf Deutschland entfallen etwa 2,2% der Weltemissionen, globaler Zuwachs in 2018 war 2,7% ). Faktisch schrĂ€nken alle großen CO2-Emittenten ihre Emissionen nicht ein, sondern steigern sie (ausgenommen die USA wegen der Substitution der Kohle durch preiswerteres, mittels hydraulischer Stimulation gefördertes Erdgas). Die angestrebte „Vorbildwirkung“ Deutschlands lĂ€sst sich bislang nicht erkennen. Aber nur wenn eine solche wirklich bestĂŒnde, wĂ€re die deutsche Klimapolitik hinsichtlich des angestrebten Ziels der Stabilisierung statistischer globaler Temperaturmittelwerte effektiv.

Frage 7: Wie wollen Sie andere Industrienationen, insbesondere die Hauptemittenten von Kohlendioxid, also China, die USA, Indien, Russland und Japan, in Zukunft davon ĂŒberzeugen, dem deutschen Vorbild einer Energiewende zu folgen, die fossile PrimĂ€renergietrĂ€ger ebenso Ă€chtet wie die Kernenergie?

Energiewende: Im Jahr 2012 wurde berechnet, dass die zu diesem Zeitpunkt wĂ€hrend der vergangenen 20 Jahre betriebene und umgesetzte Klimapolitik die globalen CO2-Emissionen um weniger als 1 Prozent reduziert hatte. Zugleich sind bis 2014 bereits mehr als 1000 Milliarden Dollar allein in Europa fĂŒr Geothermie-, Wind- und Sonnenenergieprojekte ausgegeben worden. Diese „erneuerbare Energien“ wiederum decken heute aber gerade einmal einen Anteil von 1,8% der Weltenergieversorgung. Selbst bei Zugrundelegung der herrschenden CO2-Theorie wĂŒrden sĂ€mtliche Klimamaßnahmen der USA, Chinas, der EU und der ĂŒbrigen Welt, die von Anfang der 2000er Jahre bis 2030 etabliert worden sind und werden, etwa nach dem Pariser Klimaschutzabkommen, bei ihrer Fortsetzung ĂŒber das ganze 21. Jahrhundert hinweg, den globalen Temperaturanstieg um lediglich etwa 0,17°C im Jahr 2100 verringern. Das ist offensichtlich irrelevant.

Die zur Zweckerreichung eingesetzten Mittel vermögen den angestrebten Erfolg also nachweislich nicht zu erreichen. Dennoch verteuern sie die Lebenshaltungskosten, belasten die Landschaft, töten in erheblichem Maße Vögel wie Insekten und verschlechtern die WettbewerbsfĂ€higkeit energieintensiver Unternehmen.

Frage 8: Möchten Sie trotz dieser Erkenntnisse an der „Energiewende“, also an der einseitigen Umstellung der Stromversorgung auf die volatilen Quellen Windkraft und Photovoltaik festhalten? Falls ja, warum?

Frage 9: Wie beabsichtigen Sie, ab 2022 – nach Abschaltung der Kernkraftwerke und der ersten Kohlekraftwerke – den Strombedarf in der Grundlast zu erfĂŒllen?

Frage 10: Warum berĂŒcksichtigen Sie Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nachnutzung von Kohlendioxid aus Verbrennungsprozessen („CCS“) nicht, obwohl mit solchen emissionsfreie Kohle- und Gaskraftwerke möglich sind?

Frage 11: Warum wollen Sie von der Strom- und WĂ€rmeproduktion mittels innovativer Reaktoren der vierten Generation (beispielsweise FlĂŒssigsalzreaktoren) absehen, die nachweislich keinen langlebigen und toxischen „AtommĂŒll“ mehr erzeugen und sogar vorhandene nukleare AbfĂ€lle zur emissionsfreien Energiegewinnung nutzen und dabei vernichten können?

Anpassung: Seit jeher hat sich die Menschheit an Umweltbedingungen angepasst. Menschen leben daher heute in praktisch allen Klimazonen, ausgenommen einiger polarer Kernregionen. In Thailand liegt beispielsweise die Durchschnittstemperatur von rund 25° C faktisch um etwa 15° C höher als in Deutschland. Gleichwohl gibt es dort weder WĂŒstenbildung noch Versteppung. Im Gegenteil sind dort mehrere Ernten im Laufe eines Jahres möglich.

Frage 12: Was spricht nach Ihrer Auffassung dagegen, dass Menschen sich dem jeweiligen Klimawandel wie in der Vergangenheit anpassen, was den Schutz vor potentiellen GefÀhrdungen ebenso beinhaltet, wie die Nutzung entstehender Vorteile?

Vorteile der ErwĂ€rmung: Flora und Fauna der Erde sind nach allen vorliegenden Erkenntnissen auch bei den historisch höchsten festgestellten CO2-Konzentrationen der Klimavergangenheit niemals zu Schaden gekommen. Im Gegenteil: Insbesondere bei hohen CO2-Werten zeigten erdgeschichtliche Warmzeiten sich stets als die artenreichsten. Warmperioden waren zugleich stets kulturelle BlĂŒtezeiten. In Kaltzeiten lassen sich demgegenĂŒber Völkerwanderungen, Hunger und Seuchen feststellen. In der starken Warmperiode vor 6500 Jahren wurden in Mesopotamien der Pflug, das Rad, BewĂ€sserungssysteme und die Schrift erfunden.

Auch der aktuelle CO2-Anstieg hat zu einem zusĂ€tzlichen ErgrĂŒnen der Erde auf einer FlĂ€che gefĂŒhrt, die in ihrem Umfang der doppelten GrĂ¶ĂŸe der USA entspricht. Neben diesem DĂŒngeeffekt des zusĂ€tzlichen Kohlendioxids fĂŒhrt die ErwĂ€rmung zu einer VerlĂ€ngerung der Vegetationsperioden und einer Ausweitung der landwirtschaftlich nutzbaren FlĂ€chen. Dies gilt insbesondere in den nördlichen Breiten, aber auch die sĂŒdliche Grenze der Sahara hat sich seit mehr als dreißig Jahren immer weiter zurĂŒckgezogen .

Seit 1990, also parallel zur laufenden Klimadebatte (das IPCC wurde 1988 gegrĂŒndet) und in der aktuellen Warmperiode, hat sich der Anteil der Armen weltweit nach Angaben der Weltbank mehr als halbiert . Auch der Anteil der unterernĂ€hrten Menschen ist in diesem Zeitraum global um fast die HĂ€lfte gesunken. Hunderte von wissenschaftlichen Publikationen haben den Zusammenhang zwischen höheren Kohlendioxidkonzentrationen in der Luft, der markanten Steigerung globaler ErnteertrĂ€ge und dem dramatischen RĂŒckgang globaler Armut dokumentiert.

Frage 13: Welche Vorteile der KlimaerwÀrmung haben Sie bislang in Ihre AbwÀgungen einbezogen und wie gewichten sie diese im VerhÀltnis zu Ihren Bestrebungen, der KlimaerwÀrmung zu begegnen?

Frage 14: Können Sie ausschließen, dass der von Ihnen politisch induzierte „Klimaschutz“ ökonomisch und gesellschaftlich mehr Schaden anrichtet, als es ein Klimawandel je könnte?

Frage 15: Halten Sie es fĂŒr ausgeschlossen, dass der Klimawandel mitsamt menschlicher Anpassungsmaßnahmen an verĂ€nderte Bedingungen die LebensumstĂ€nde vieler Menschen ganz erheblich verbessert?

Frage 16: Halten Sie es im ethischen und verfassungsrechtlichen Sinne fĂŒr verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, die gewachsenen organisatorischen Strukturen einer gesamten Gesellschaft aufgrund einer bislang weder empirisch erhĂ€rteten, noch gar verbindlich bewiesenen Modellhypothese wesentlich umzubauen, wenn die Folgen dieses Umbaus fĂŒr gegenwĂ€rtige und kĂŒnftige Generationen Ihrerseits nicht verlĂ€sslich abschĂ€tzbar sind?

Die Fragen können auch hier als PDF heruntergeladen werden, um sie an Freunde, Verwandte, Bekannte oder Politiker, Lehrer, Journalisten, etc. weiter zu geben.

Sollten entgegen meinen Erwartungen Antworten von Politikern, Parteien oder Fraktionen jeglicher politischer Angehörigkeit gegeben werden, werde ich diese hier veröffentlichen.

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