Der Fidschi-Report

Hoffentlich komme ich nicht zu spĂ€t. Ich wollte schon immer mal nach Fidschi. Auf den Spuren von Gaugin, der Ende 1890 ĂŒber die SĂŒdsee schrieb: „Die glĂŒcklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine SĂŒĂŸe. FĂŒr sie heißt Leben Singen und Lieben.“ Stattdessen muss ich jetzt in der SĂŒddeutschen Zeitung vom Untergang der letzten Paradiese lesen: „Da stehen Menschen in ihren Wohnzimmern zum Teil bis zu den Knöcheln im Wasser, wenn sie morgens aufstehen“, berichtet in dem Blatt ein Entwicklungshelfer der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ĂŒber die Insel Ono. Die Lage sei dramatisch: „Ein ganzes Dorf soll deshalb umgesiedelt werden.“

Die SĂŒddeutsche sieht bereits eine Katastrophe globalen Ausmaßes: „Bei insgesamt 106 bewohnten Inseln dĂŒrfte das erst der Anfang sein, die Regierung arbeitet bereits an einem Umsiedlungsplan, der auf der Klima-Konferenz in Bonn vorgestellt werden soll.“ Deo Saran, Fidschis Sondergesandter fĂŒr den Klimaschutz, wisse: „Viele Inseln sind schon verloren.“ Und die SĂŒddeutsche assistiert: „Den gut 1200 Kilometer entfernten Nachbarn in Samoa hat seine Regierung sogar schon Klimaasyl angeboten: Dort sind die Auswirkungen noch spĂŒrbarer als auf den Fidschi-Inseln.“ Auch die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks weiß Bescheid: „Mit Fidschi leitet erstmals ein Mitglied jener Staatengruppe den Weltklimagipfel, die vom Klimawandel in besonders akuter Weise betroffen ist.“

Ja, da muss man doch was tun! Auf der Suche nach Hilfe fĂŒr die Dorfbewohner bin ich sofort auf die Website der internationalen Fluchthelfer www.tripadvisor.de gegangen und habe zunĂ€chst mal auf Ono nach geeigneten Not-UnterkĂŒnften gesucht. Empfehlen kann ich das Mai Dive Astrolabe Reef Resort, es liegt gleich um die Ecke direkt am Strand, kleiner Fußmarsch fĂŒr die Flutopfer von nebenan. Auf der Homepage des Hotels heißt es: „You can take it easy. Relax on our beach, an environment that is medicine for your sole.“ Ono hat sieben Dörfer und gerade mal fĂŒnf Kilometer Durchmesser, die höchste Erhebung ist immerhin 354 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel (viele der Fidschi Inseln sind vulkanischen Ursprungs). „Auf den beiden großen Inseln liegen zerklĂŒftete Gebirgsketten, die sich ĂŒber schmalen KĂŒstenebenen und vorgelagerten Korallenriffen erheben,“ beschreibt Wikipedia die Geographie Fidschis. Der höchste Berg ist 1324 Meter hoch. Uff, es kann also noch ein paar tausend Jahre dauern mit dem Untergang. Ich werde die Paradiese also doch noch sehen, im gleichen Licht wie Gaugin.

Die Tourismusbranche hat den Untergang nicht mitgekriegt

Es gibt offenbar eine gewisse Diskrepanz zwischen der regierungsamtlichen Schilderung und derjenigen der örtlichen Tourismus-Branche. Letztere scheint den Untergang des Eilands bislang nicht bemerkt zu haben, die GĂ€ste auch nicht, denn die meisten LĂ€den sind ausgebucht. Und von Beschwerden ist nichts bekannt, trotz 200 Euro pro Nacht aufwĂ€rts. In einer Bewertung eines Gastes heißt es aufmunternd und auf Deutsch: „Ich empfehle dieses Abenteuer sehr fĂŒr Familien mit Kindern.“

Den Fachleuten des Umweltministeriums kann ich Tripadvisor fĂŒr die nĂ€chste Minister-Vorlage zum Thema Fidschi nur wĂ€rmstens empfehlen. Möglicherweise wĂŒrde ein Schnorchelkurs auf Ono den Horizont der deutschen Umweltministerin erweitern. Falls das nicht luxuriös genug ist, gibt es auf Fidschi noch hunderte andere wunderbare Strand-UnterkĂŒnfte, an denen der akute Meeresspiegel-Anstieg auf mysteriöse Weise vorĂŒber geht, mein Favorit ist der hier. Das wĂ€re sicherlich „medicine for Barbara Hendricks sole“ und fĂŒrs Klima deutlich weniger schĂ€dlich, als wenn die halbe Welt auf Spesen nach Bonn fliegt, um klimamĂ€ĂŸig einen drauf zu machen. Denn dort beginnen am Montag die großen Klimafestspiele unter dem Motto „Karneval ohne Grenzen“. Die Feierlichkeiten werden mit FestumzĂŒgen, RathauserstĂŒrmungen und dem ausgelassenen Treiben der Jecken auf den Straßen und in den Kneipen begangen. Den Höhepunkt der Session bildet morgen der große Montagsumzug in der Innenstadt.

Möglicherweise hĂ€ngt die Aufregung um das Abtauchen der SĂŒdsee also gar nicht mit der SĂŒdsee zusammen, sondern mit der Klimakonferenz. Die Tage und Wochen vor einer solchen Veranstaltung sind stets von anschwellendem Alarm-Pegel gekennzeichnet, der aus einer Schwemme von dĂŒsteren Studien besteht, die von garantiert unabhĂ€ngigen Wissenschaftlern rein zufĂ€llig so termingerecht gebacken werden, wie die Brötchen fĂŒrs FrĂŒhstĂŒckbĂŒffet im Bonner Hilton. „Der grĂ¶ĂŸte Weltklimagipfel aller Zeiten“ (FAZ), kurz GröWaz, sichert eindrucksvoll die Stellung Deutschlands als fĂŒhrende Exportnation von Weltuntergangs-Szenarien.

Beim Untergang der SĂŒdsee handelt es sich gewissermaßen um ein in unregelmĂ€ssigen AbstĂ€nden wiederkehrendes PhĂ€nomen, so Ă€hnlich wie die warme Meeresströmung El Niño („Das Christkind“). WĂ€hrend El Niño die Menschheit meist so um Weihnachten heimsucht, gehen die SĂŒdsee-Inseln stets vor Klimakonferenzen unter, tauchen dann aber wieder auf. Vor der Klimakonferenz in Doha 2012 und der Klimakonferenz in Lima 2014 versanken sie im deutschen Medienwald bereits in gleichlautenden Worten, etwa auf Focus Online („Massenmigration wegen steigenden Meeresspiegels“) und ZEIT ONLINE ( „Vor dem Untergang“). Zwischenzeitlich erhoben sie sich dann wieder aus den Fluten, auch dieses Mal mĂŒssen die SĂŒdseeinseln wieder auftauchen, um dann pĂŒnktlich 2018 zur nĂ€chsten Kilmakonferenz im polnischen Kattowitz wieder untergehen zu können.

Herrn Tongs GespĂŒr fĂŒr Kohle

In diesem Jahr sind die Kappensitzungen auch deshalb von großer dramaturgischer Bedeutung, weil der Gipfel zwar in Bonn stattfindet, Fidschi aber der Gastgeber der Klimafestspiele ist. SĂŒdsee-Politiker haben den Klimawandel lĂ€ngst als Goldesel entdeckt und können damit wunderbar von selbst verursachten Problemen ablenken. Das trifft sich mit der ideologischen Agenda von westlicher Depressionisten, die der Industriegesellschaft an den Kragen wollen. Koste es, was es wolle.

Die Rechnung fĂŒrs Bankett zahlt deshalb, klar doch, Berlin, es ist von vorsichtig geschĂ€tzten 117 Millionen Euro Steuergeldern die Rede. Hinzu kommen noch – zur UnterstĂŒtzung der PrĂ€sidentschaft von Fidschi – rund sieben Millionen Euro aus dem Haushalt des Entwicklungsministeriums.

„Wollen Sie, dass wir zu Ihnen kommen?" drohte Anote Tong PrĂ€sident der Inselstaates Kiribati schon 2015, ein echtes PR-Talent (und in Bonn tönt es im Refrain: Wolle mer se reinlasse?). Mal verlegen die Herrschaften aus der SĂŒdsee eine Kabinettsitzung unter Wasser, mal jetten sie erster Klasse um die halbe Welt und sehen sich vor laufenden Kameras die kalbenden Gletscher in Grönland an, sie sind also immer genau da, wo sie gebraucht werden. Mit Herrn Tongs Frage deutet sich bereits der nĂ€chste Plot an, der in deutschen Weltretter-Kreisen sicherlich dankbar aufgenommen wird. KĂŒnftigen Asylsuchenden kann ich nur den Rat geben, ihren Pass wegzuwerfen und in einfacher Sprache die beiden Worte „Ich Fidschi“ auszusprechen. Der KlimaflĂŒchtling erlaubt die Fortsetzung der bisherigen Politik aus anderen GrĂŒnden, ist das nicht wunderbar?

Ansonsten steht eher zu befĂŒrchten, dass nicht Fidschi, sondern Bonn landunter geht (nur 60 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel!). „Klimagipfel bringt Bonn an Grenzen“, berichtet die online-Ausgabe der „Rheinischen Post“, denn bis zu 30.000 Klimatiker aus aller Welt werden sich zu diesem Konzil vom 6. bis 17. November an den stoischen Ufern des Rheins treffen. Es ist im ĂŒbrigen ein kleines Wunder, dass dies ĂŒberhaupt möglich ist. Schließlich sah DER SPIEGEL doch auf seinem Cover schon 1986 voraus, dass der Kölner Dom demnĂ€chst im Meer versinken werde. Erstaunlicherweise hat der Dom immer noch keine nassen FĂŒĂŸe.

Hinweis auf die Faktenlage als olympisches Unterfangen

Ein Hinweis auf die Faktenlage ist in diesen Angelegenheiten nur noch von begrenzter Wirkung, der Versuch ist aber olympisch. Oder mit Albert Camus gesprochen: „Wir mĂŒssen uns Sisyphos als einen glĂŒcklichen Menschen vorstellen, der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufĂŒllen.“

Von einem generellen dramatischen Anstieg des Meeresspiegels in der SĂŒdsee kann keine Rede sein. Viele Inseln wachsen sogar. Des RĂ€tsels Lösung ist nach Angaben von Forschern das Material, aus dem die Inseln bestehen. Viele setzten sich aus KorallentrĂŒmmern zusammen, die von den umliegenden Riffen angespĂŒlt werden. Weil die Korallen lebende Organismen sind, wird immer neues Material produziert. Atolle bestehen aus einst lebendem Material, deshalb wachsen sie bestĂ€ndig.

Die Malediven wuchsen vor 5.000 Jahren auf einem untergetauchten Korallenriff bis ĂŒber die WasseroberflĂ€che. Seitdem ist der Meeresspiegel bereits um zweieinhalb Meter gestiegen, ohne dass die Inseln verschwunden wĂ€ren. Sie wachsen einfach mit. Zwar gibt es an manchen Inseln an den KĂŒsten durchaus SchĂ€den, Erosion sowie die Versalzung von Trinkwasser-Reservoiren.

Dies ist aber menschlichen Eingriffen geschuldet. Etwa der Entnahme von Sand fĂŒr den Hausbau (oder fĂŒr den von Touristen-Ressorts), unbedachter Straßenbau oder auch der VernachlĂ€ssigung von Deichen und anderen Schutzbauten. Hinzu kommt das rasche Bevölkerungswachstum, das zahlreiche soziale Probleme erzeugt. Auch auf Fidschi wurden ĂŒber Generationen hinweg MangrovenwĂ€lder an der KĂŒste abgeholzt - um damit zu heizen, zu kochen, zu bauen. Vielerorts löst sich der Sandboden jetzt auf wie Strickzeug, aus dem jemand die Nadeln gerissen hat. Nichts mehr hĂ€lt das Wasser auf.

Ein anderer Klassiker der Weltuntergangsliteratur, der dieser Tage wieder aus der Gruft aufsteigt, lautet: „Luft so verpestet wie seit 800.000 Jahren nicht mehr“. Das war schon vor fast zehn Jahren eine Top News „C02-Konzentration auf Höchststand seit 800.000 Jahren“, macht sich aber immer wieder gut als letzter Alarmisten-Schrei. Die Aussage „Luft so verpestet wie seit 800 000 Jahren nicht mehr“ deutet im ĂŒbrigen tatsĂ€chlich auf einen Notstand hin: In deutschen Schulen fallen offenbar zu viele Biologiestunden aus.

Ohne Kohlendioxid nix Möhre und schon gar nix Banane

Kohlendioxid verpestet mitnichten die Luft (und hat auch nichts mit Smog zu tun), sondern ist ein natĂŒrlicher Bestandteil derselben. Simpel erklĂ€rt wandeln Pflanzen mit Hilfe der Photosynthese und der Nutzung des Sonnenlichts energiearme Stoffe, in diesem Fall Kohlenstoff und Wasser, in energiereiche Stoffe um. FĂŒr fast alle Lebensformen dieses Planeten ist Kohlendioxid unentbehrlich. Auch dieser Umstand sei hier noch einmal in einfacher Sprache formuliert, besonders fĂŒr Veganer und Vegetarier: Ohne Kohlendioxid nix Möhre und schon gar nix Banane (die kommt ja mit dem Schiff).

„KĂŒnftige Generationen erben einen deutlich unwirtlicheren Planeten“, sagt WMO-GeneralsekretĂ€r Petteri Taalas. Da drĂ€ngt sich natĂŒrlich auch die Frage auf, wie die Menschheit, die ja immerhin mindestens zwei Millionen Jahre auf dem Buckel hat (die gesamte Entwicklungsgeschichte des Hominiden umfasst sogar 15 Millionen Jahre), die Zeit vor 800.000 Jahren ohne UN-Klimasekretariat ĂŒberleben konnte.

Sie hat wĂ€rmere und kĂ€ltere Zeiten, Zeiten mit mehr und weniger Kohlendioxid in der Luft als heute weggesteckt. Besonders ĂŒbel waren ĂŒbrigens die Kaltzeiten. Genetische Analysen legen nach Ansicht von Molekularbiologen nahe, dass die Zahl unserer frĂŒhen Vorfahren wĂ€hrend der letzten Eiszeit des PleistozĂ€n um 90 Prozent auf nur etwa 10.000 Urmenschen zurĂŒckgegangen sein könnte (vor etwa 100.000 Jahren). Ja wie hĂ€tten sie es denn gerne bei der WMO? Die Aussage „Unsere Zeit ist nun die wĂ€rmste in der Geschichte der modernen Zivilisation“, sagt fĂŒr sich genommen zunĂ€chst mal gar nichts. Derzeit leben auf dem Planeten gut 7,5 Milliarden Erdenbewohner, seit 1900 – also dem Beginn der Industrialisierung – sind 6 Milliarden hinzugekommen. So lebensfeindlich scheint unsere Klima-Epoche also nicht zu sein. Den Klimarettern, die mitunter ja sogar Babies als KlimaschĂ€dlinge besteuern wollen, wĂ€ren bloße 10.000 Menschen natĂŒrlich lieber, vorausgesetzt es handelt sich dabei um die Klimagipfel-Delegierten.

Die Lastwagenladungen voll wissenschaftlicher Klima-Studien, die den verĂ€ngstigten BĂŒrger unter sich begraben, sind mittlerweile vollkommen selbstreferenziell. Annahmen tĂŒrmen sich auf Annahmen, SchĂ€tzungen auf SchĂ€tzungen, Hochrechnungen auf Hochrechnungen. Nur im zentralen entscheidenden Punkt, auf dem das ganze provisorische GebĂ€ude aufbaut, ist man nicht viel weiter gekommen. Und deshalb spricht auch keiner darĂŒber: Die Rede ist von der sogenannten „KlimaempïŹndlichkeit“. Sie ist die SchlĂŒsselgrĂ¶ĂŸe der gegenwĂ€rtigen Treibhaus-Hypothese – und ĂŒber deren GrĂ¶ĂŸenordnung wird nach wie vor heftig gestritten.

Wir lassen uns unsere Klimakatastrophe nicht kaputt machen

Sie gibt an, um wie viel sich die Luft erwĂ€rmt, wenn man ihren Kohlendioxidgehalt verdoppelt. Der Wert ergibt sich nun aber nicht aus der Treibhauswirkung des Kohlendioxids allein – die ist nĂ€mlich relativ gering. Vielmehr vermutet man eine „positive RĂŒckkopplung“ mit dem Wasserdampf, der mit mindestens zwei Dritteln Anteil das weitaus wichtigste Treibhausgas ist. Die Reaktionskette muss man sich in etwa so vorstellen: Mehr Kohlendioxid fĂŒhrt zu höheren Temperaturen, die wiederum mehr Wasser verdunsten lassen, was die Luft noch weiter erwĂ€rmt. Doch um wie viel?

Wie erwĂ€hnt, liegen die SchĂ€tzungen der KlimasensitivitĂ€t seit beinahe 30 Jahren im Bereich zwischen 1,5 und 4,5 Grad . Der „ErïŹnder“ der Treibhausthese, Svante Arrhenius, schĂ€tzte sie Anfang des 20. Jahrhunderts auf 5 bis 6 Grad Celsius, war also gar nicht so weit vom heutigen oberen SchĂ€tzwert entfernt. Die tatsĂ€chliche Temperatur-Entwicklung deutet jedoch auf einen Wert hin, der am unteren Ende der Skala, also bei undramatischen 1 bis 1,5 Grad liegt. Die SchĂ€tzungen werden mit jeder neuen Studie immer geringer.

Auf Nature-Geoscience, einem Fachmagazin, erschien Mitte September eine Studie, in der die Horror-Szenarien des IPCC von der angeblichen, durch menschliches Zutun zu erwartenden, globalen ErwĂ€rmung von bis zu fĂŒnf Grad in diesem Jahrhundert zurĂŒckgenommen werden mussten. „Wir haben die schnelle ErwĂ€rmung nach dem Jahr 2000, die wir in den Modellen sehen, in der RealitĂ€t nicht beobachten können“, ­sagte Mitautor Myles Allen von der ­University of Oxford.

Dahinter stecken nicht etwa sogenannte Klimaskeptiker. sondern Wissenschaftler, die sich maßgeblich beim Weltklimarat engagieren. Ihr Fazit in einfacher Sprache: Sorry, wir haben uns verrechnet, unsere Klima-Simulationen waren fehlerhaft. Die Menschheit darf – theoretisch – noch viermal mehr CO2 ausstoßen, als bisher geschehen und berechnet, bevor sich die Steigerung der Erdtemperatur (vermutlich) der 1,5 Grad Marke nĂ€hert. Keine Rede mehr von fĂŒnf Grad und einem unglaublichen Meeresanstieg.

Ihre Erkenntnisse haben sie so gut versteckt wie eine Elster die geklaute Perlenkette. Die Studie heißt: „Emissionsbudget und Emissionspfad vereinbar mit dem Ziel, die ErwĂ€rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“. Dennoch sind die Kassandras vom Potsdamer Institut fĂŒr Klimafolgenforschung schon ganz aufgebracht. Die wollen sich auf keinen Fall ihre Klima-Katastrophe kaputt machen lassen. Vielleicht sollte Barbara Hendricks sie zum Tauchkurs mitnehmen, damit die Jungs ein bisschen entspannter werden.

Quelle: Dirk Maxeiner / 13.01.2019 / 06:25

Share this story