Corona macht Panikpolitik im Zeitraffer ĂŒberprĂŒfbar

LangjĂ€hrige Buchrecherchen und die Mitorganisation von medizinischen Symposien haben den schönen Vorteil, dass man weiß, wo die wirklich guten medizinischen Experten sind und man in deren Netzwerk eingebunden ist. Es tut gut, zu sehen, dass etliche von ihnen, wenn es darauf ankommt, auf Vernunft und Kompetenz anstatt auf Moralismus und seine UnterdrĂŒckungsmechanismen setzen. Am Ende dieses Beitrages werden Sie hervorragende Beispiel dafĂŒr finden. Das ist jedoch derzeit leider die Ausnahme. Denn das eigentliche Problem, welches nun durch die Corona-Krise in GĂ€nze sichtbar wird, besteht in einem modernen Gruppenmoralismus, der wie eine wirklich gefĂ€hrliche Pandemie die westlichen Gesellschaften durchdringt – ausgenommen sind allenfalls die Staaten, denen die Erfahrung, in totalitĂ€ren Systemen zu leben, noch in den Knochen steckt. Seine Botschaft lautet: Der Westen und seine auf individuelle Freiheit setzende Gesellschaften sind schuld am Übel der Welt. Er kann nur durch Aufgabe seines bĂŒrgerlichen Kerns geheilt werden.

Dieser Gruppemoralismus grenzt die FĂ€higkeit mehr und mehr aus, wichtige Zukunftsfragen sach- und kompetenzgesteuert zu diskutieren. Aber nur eine solche freie Diskussion findet die besten Lösungen. Moralismus wirkt dem entgegen, weil er nicht an guten Lösungen interessiert ist, sondern ausschließlich daran, Macht ĂŒber Andere zu erlangen. Den evolutionssoziologischen Hintergrund des PhĂ€nomens Gruppenmoralismus können Sie hier nachlesen.

Warum verhindern Moralisten gute Lösungen? Deshalb: Der natĂŒrliche Feind des Moralisten ist die Kompetenz. Denn Kompetenz entlarvt den Moralisten. Dies ist der eigentliche Grund, weshalb sich ĂŒberall in unserer Gesellschaft Inkompetenz-Netzwerke breitmachen, die dann, wenn sie tatsĂ€chliche Probleme zu meistern haben, fachlich versagen mĂŒssen. Das gilt fĂŒr Themenbereiche wie Klima, Energie, Geldwirtschaft, Einwanderung und weiten Teilen der medizinischen PrĂ€vention, in der inzwischen eine moralisierende Haltung bzgl. ErnĂ€hrung, Übergewicht oder gesunden Lebensstil die öffentliche Deutungshoheit besitzt. Das wachsende Problem des Reizdarm-Syndroms beispielsweise entstand nicht ohne Grund.

Die Wissenschaft wurde nicht zuletzt deshalb entwickelt, um dem rein moralisch legitimierten, endgĂŒltigen Wahrheitsanspruch von Heilslehren einen möglichst sachlichen und objektiven Streit um die bessere Lösung entgegenzuhalten. Das hat den Westen in all seinen BrĂŒchen so erfolgreich werden lassen. Weil konstruktiver Streit und Wettbewerb nur auf der Basis von individueller Freiheit, Rechtssicherheit und Beteiligung erfolgreich sein kann, streben die meisten Menschen außerhalb unserer Gesellschaftsform danach, in einer solchen zu leben.

Doch was passiert, wenn sich Moralisten in der Wissenschaft breitmachen? Genderstudies. Doch nicht nur. Jedes Forschungsgebiet, dessen Ergebnisse in die öffentliche Wahrnehmung gelangen, steht inzwischen unter Druck, Argumente fĂŒr die aktuellen Schuld- und Erlösungsthesen zu liefern, egal wie falsch und absurd sie auch sind. Leitungspositionen werden zunehmend an Personen vergeben, die sich zumindest nicht dagegenstemmen. Meine Praxis liegt direkt an der UniversitĂ€t. Habe ich Forscher als Patienten, frage ich sie oft nach ihren ForschungsaktivitĂ€ten. Ist ein Vertreter eines solchen Fachs dabei, zum Beispiel Klimaforschung, endet die Antwort oft folgendermaßen: „Sagen sie nicht, dass ich das gesagt habe, sonst habe ich die students for future in meiner Vorlesung.“ Kommt es zum Konflikt, hat der Einzelforscher wenig RĂŒckhalt von der UniversitĂ€t zu erwarten. Machen wir uns nichts vor, in weiten Teilen fĂ€llt die UniversitĂ€t inzwischen als Gegenpol einer moralisierenden MeinungsfĂŒhrerschaft aus.

Das Versagen hat System

Wenn solche Inkompetenz-Netzwerke auf reale Probleme treffen, ist das einzige, wozu sie dann in der Lage sind, sich krampfhaft an infantilen Slogans festzuhalten wie derzeit „Gesundheit vor Wirtschaft“ oder an dem wohlfeilen Appell, SolidaritĂ€t zu ĂŒben. Mittels Gesinnungsethik und Political Correctness wird Menschen so suggeriert, auf der richtigen Seite zu stehen – alternativlos. Es gibt kaum etwas autoritĂ€r Wirkungsvolleres als die Aufforderung, dann fĂŒr die „Gute Sache“ Grenzen zu ĂŒberschreiten. Ich möchte dazu das berĂŒhmte Milgram-Experiment aus den 1960ern in Erinnerung rufen.

Wer sich immer noch nicht fĂŒgt, fĂŒr den halten Moralisten völlig spekulative Horrorszenarien bereit. Wenn stolz berichtet wird, dass 80% aller Deutschen die Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung fĂŒr richtig finden, obwohl kaum jemand durch diese Erkrankung ein außergewöhnliches Problem erleben musste, geschweige denn die Wenigsten selbst Opfer kennen, sollte jeder Demokrat hellhörig werden. Eine solche monolithische Zustimmung erzielt eine Regierung nur durch Panikmache und Angst, die Verstand und eigenes Nachdenken ausschalten. Die diesbezĂŒglichen Äußerungen der Spitzenpolitik sind so unfassbar wie wirklichkeitsfremd. Die etablierte Presse als Kontrolle fĂ€llt weitgehend aus. Sie spielt stattdessen dieses Spiel willig mit. Dazu muss man sie gar nicht zwingen. Die modernen Gesinnungsjournalisten*%?innen glauben inzwischen selbst, die Wirklichkeit biegen zu mĂŒssen, um die richtige Botschaft durchzusetzen. Das alles ist pures Gift fĂŒr jede demokratische Debatte um die beste Lösung.

Die tatsÀchliche BrutalitÀt der Heilsbringer

Werden sie dennoch einmal von tatsĂ€chlichen Fachleuten auf die Unsinnigkeit ihres Handelns hingewiesen, schlagen sie sofort wild um sich. Das hat zuletzt das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin erfahren, als es in einer Stellungnahme auf die fehlende wissenschaftliche Substanz der aktuellen Corona-Maßnahmen hinwies.

Beispiele fĂŒr diese Mechanismen finden sich in den BeitrĂ€gen auf Achgut inzwischen zu Hunderten. Als letztes Mittel droht dann die Diskreditierung, der Rufmord, die Ausgrenzung. Ob dabei Leute Schaden nehmen, die Wirtschaft den Bach runter geht und das gesamte Land leidet, ist Moralisten völlig egal. Man muss sich die evolutionĂ€re Kraft des Gruppenmoralismus bewusst machen, um zu verstehen, dass man mit ihr nicht diskutieren kann, sondern lediglich versuchen muss, sie regelmĂ€ĂŸig in die Schranken zu weisen. Der amerikanische Zoologe George Williams schlussfolgert drastisch „die PrĂ€ferenz fĂŒr eine Gruppenmoral heißt nichts weiter, als den Völkermord dem einfachen Mord vorzuziehen.“ Der BegrĂŒnder der modernen Psychologie Sigmund Freud beschreibt diese Kraft in „Das Unbehagen in der Kultur“ folgendermaßen: „(dass) es leicht möglich (ist), eine grĂ¶ĂŸere Menge Menschen in Liebe aneinanderzubinden, wenn nur andere fĂŒr die Äußerung der Aggression ĂŒbrig bleiben.“

Corona macht Symbolpolitik ĂŒberprĂŒfbar

Das Gute an Corona ist, dass dieses Problem schnell und unerwartet entstanden ist und die Folgen unmittelbar beurteilbar sind – auch die der Fehlentscheidungen. Es ist keine abstrakte Bedrohung wie die KlimaerwĂ€rmung oder das Kippen der Ozeane. Wird eine Pandemie ausgerufen, verbreitet sie sich innerhalb von Wochen und bedarf einer guten Lösung. Da wir jedoch als Gesellschaft gar nicht mehr anders können, als echte Probleme statt sachgerecht dann moralisierend anzugehen, fiel uns diese Fehlentwicklung gehörig auf die FĂŒĂŸe. Erst war im Februar das Virus rechts, weil die Fraktionsvorsitzende der AfD Alice Weidel im Bundestag vor der Epidemie warnte, um ab Mitte MĂ€rz, nach einer typischen 180-Grad-Wende, plötzlich als grĂ¶ĂŸte Bedrohung der Menschheit ĂŒberhöht zu werden. Fortan waren maximale Schutzmaßnahmen ein Gebot der Menschenliebe und Kritik daran rechte Verschwörungstheorie. Das ist das Niveau unserer öffentlichen Diskussionskultur im Jahr 2020.

Aber diesmal haben die Moralisten ĂŒberzogen. Denn den Murks dieses unfassbar kompetenzarmen Corona-Krisenmanagements spĂŒren einfach zu viele und werden ihn vor allem noch spĂŒren. Bisherige Fans des aktuellen Gruppenmoralismus werden ins GrĂŒbeln kommen, wenn Hartz 4 droht. Vieles, sehr vieles wird nicht mehr funktionieren, wenn eine sich immer schneller drehende Gelddruckmaschine Massenpleiten und Abbau sozialer Leistungen nicht mehr kaschieren kann. Dieses Urteil erlaube ich mir als Arzt. Nicht zuletzt wurde und wird das Gesundheitssystem und die medizinische Forschung durch die panischen Fehlentscheidungen erheblich beschĂ€digt. Jetzt schon geht ein großer Teil der in manchen LĂ€ndern gemessenen Übersterblichkeit auf Kosten dieser Panik, die Behörden, Patienten wie Ärzte irrational handeln ließen. DarĂŒber wird noch genau zu berichten sein.

JahreszeitĂŒbliche NormalitĂ€t

Die aktuelle Situation in Deutschland ist an jahreszeitlich bedingter NormalitĂ€t nicht zu ĂŒberbieten trotz gleicher Horrorrhetorik wie schon im FrĂŒhjahr. WĂ€hrend die Tests ins Bodenlose gesteigert werden und die Rate an positiven FĂ€llen eben nicht exponentiell, sondern mĂ€ĂŸig ansteigt, ist die Situation in den KrankenhĂ€usern so normal, wie sie nur normal sein kann. Michael Alberts hat in seinem Beitrag vom 30.10.20 dargelegt, dass die offiziellen Zahlen der RKI-Sentinel-Praxen und -KrankenhĂ€user, das Beste, was wir derzeit haben, um einigermaßen reprĂ€sentative Aussagen zu tĂ€tigen, diese NormalitĂ€t eindeutig anzeigen. Erhellend auch dieser Beitrag

Vielleicht wird es hier und da zu Belegungsstress kommen, auch dies jahreszeitlich bedingt immer möglich. Davon abgesehen gehört es zum professionellen Berufsbild des Arztes, mit Mangelversorgung umgehen zu können. Auch ein Notarzt muss sich manchmal entscheiden, welches Unfallopfer er zuerst behandelt und welches warten muss, auch wenn es dabei stirbt. Damit muss man klarkommen, sonst hat man seinen Beruf verfehlt. Deshalb nun zu fordern, man mĂŒsse statt einem nun immer drei NotĂ€rzte bereithalten, um diese sogenannte Triage zu vermeiden, der hat nicht verstanden, worum es im Gesundheitssystem geht: den sinnvollen Einsatz von Ressourcen, um eine möglichst gute Versorgung hinzubekommen. Alles auf Covid zu fokussieren und alle anderen Krankheitsbilder zu vernachlĂ€ssigen, richtet viel mehr Schaden an, als es das Virus könnte. Mit Grauen sehe ich schon wieder OP-Verschiebungen und Absagen von Untersuchungsterminen. Es ist zum Haare raufen.

Es ist schlicht irrefĂŒhrend, alle Intensivpatienten auf Corona zu testen, um dann die positiv Getesteten grundsĂ€tzlich als Covid-FĂ€lle offiziell zu listen. Ein Herzinfarkt oder Polytrauma ohne schwere Covidsymptome bleibt ein Herzinfarkt und ein Polytrauma, auch mit positivem Test. Die eigenartige Beobachtung, dass die Zahl der Covid-Intensivpatienten ansteigt, wĂ€hrend die Gesamtzahl der Intensivpatienten diesen Anstieg kaum wiedergibt, wird wohl dadurch plausibel. Das einzige, was KrankenhĂ€user derzeit wirklich zu fĂŒrchten haben, ist der Personalmangel infolge stĂ€ndiger MitarbeiterquarantĂ€ne. Schuld daran: der Test. Nirgendwann, weder im FrĂŒhjahr und erst recht nicht im Herbst, gab es auch nur annĂ€hernd eine Epidemie von nationaler Tragweite.

Nur der VollstĂ€ndigkeit halber: Diese Feststellung hat nichts damit zu tun und leugnet erst recht nicht, dass Covid-19 fĂŒr manche eine ziemlich gefĂ€hrliche Erkrankung sein kann, an der man – wie bei einer Grippe auch – sterben kann. Aber wer eine gesellschaftliche Bedrohung erkennen will, muss auch in der Lage sein, statt emotionaler berichteter EinzelfĂ€lle und wilder wirklichkeitsfremder Modellrechnungen irgendwann reale Zahlen vorlegen zu können, die im Vergleich die außergewöhnliche Gefahr belegen. Und genau das ist, Gottseidank, nicht der Fall. Immerhin scheint es inzwischen common sense zu sein, anzuerkennen, dass der RĂŒckgang der Infektionen bereits vor dem Beginn der strengen Schutzmaßnahmen im FrĂŒhjahr begann. So vernahm ich es dieser Tage erstaunt aus dem Mund von Maybrit Illner.

Warum sollte es diesmal anders sein?

ErgĂ€nzend noch ein paar eigene Vermutungen. Es ist eine Binsenweisheit, dass jedes Virus einer saisonalen Atemwegsinfektion – ob Influenza, Corona oder andere – ĂŒber den Sommer mutiert und meist in abgeschwĂ€chter Form dann im Herbst noch sein Restunwesen treibt. Dagegen haben sich lĂ€ngst neue Influenza- oder Corona-Viren entwickelt, die dann die Todesraten im kommenden FrĂŒhjahr ansteigen lassen. Das ist pure NormalitĂ€t. Da jedoch diese neuen Viren nicht komplett neu sind, reicht der Kontakt mit den VorgĂ€ngerviren bei Gesunden allermeist aus, um eine KreuzimmunitĂ€t zu bilden. Nur immungeschwĂ€chte, meist alte Menschen, sind dann gefĂ€hrdet, ernsthaft zu erkranken.

Denkbar wĂ€re auch, dass wir aufgrund des milden Virus-FrĂŒhjahres 2020 in Deutschland 2021 wieder bei denen sind, die eine Übersterblichkeit erleben. Oft ist es so, dass sich schwere und mildere VerlĂ€ufe in den einzelnen LĂ€ndern abwechseln. Vielleicht, weil bei einer schweren „Grippewelle“ viele Menschen aus der Risikogruppe sterben und somit im nĂ€chsten Jahr als Opfer nicht mehr zu VerfĂŒgung stehen. So war es immer und so wird es sich wahrscheinlich auch mit SARS-CoV-2 verhalten. Alles spricht dafĂŒr. DafĂŒr sprechen auch, leider nur mĂŒndliche Mitteilungen, dass es anscheinend ein auffallendes Problem im Rahmen der Corona-Testung gibt. Die Positive-Rate steigt zwar leicht an, es soll jedoch immer schwieriger sein, ein positives Testergebnis durch einen zweiten Test zu bestĂ€tigen. Eine ErklĂ€rungsmöglichkeit könnte sein, dass eben inzwischen neue Corona-Mutationen mit dem PCR-Test interagieren und so die Ergebnisse verfĂ€lschen.

Professor Dr. Beda Stadler, Professor fĂŒr Immunologie, schrieb im Juni:

„Das Virus ist erst mal weg. Wahrscheinlich wird es im Winter zurĂŒckkommen, das wird aber keine zweite Welle sein, sondern eben eine ErkĂ€ltung. Wer als gesunder junger Mensch derzeit mit einer Maske herumlĂ€uft, sollte deshalb gescheiter einen Helm tragen, da das Risiko, dass einem etwas auf den Kopf fallen könnte, grĂ¶ĂŸer ist als eine schwere Erkrankung mit Covid-19.“

Überwachungs-App-China-Demokratie

Inzwischen betrachte ich Corona als GlĂŒcksfall. Er ist der richtige Schuss vor den Bug, durch den endlich die Mehrheit am eigenen Leib erkennen kann, dass das Schiff Bundesrepublik auf falschem Kurs fĂ€hrt. Ein Kurs, der uns von der eigentlichen StĂ€rke westlich geprĂ€gter Demokratien wegfĂŒhrt: von der freien, kompetenzgetragenen Debatte um die besten Lösungen hin zu moralbasierten, alternativlosen Fehlentscheidungen. Damit verlieren wir den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenĂŒber totalitĂ€ren Gesellschaften, die dann ohne die Last einer moraleifernden Öffentlichkeit ĂŒberlegene Lösungen durchsetzen.

Wir verlieren unsere Widerstandskraft, um im globalen Kampf, und was ist es sonst, unsere auf individueller Freiheit, Rechtssicherheit und unternehmerische KreativitĂ€t setzende Gesellschaftsform weiter sichern zu können. Gruppenmoralismus und damit Gesinnungsethik und Political Correctness gefĂ€hrden unseren westlichen demokratischen Rechtsstaat genauso, wie es andere totalitĂ€re Ideologien vorher taten. Wir mĂŒssen endlich dagegen offen und gut sichtbar protestieren.

Wenn wir möchten, dass unsere Kinder nicht in einer Art Überwachungs-App-China-Demokratie leben mĂŒssen, wo das Kollektiv alles und das Individuum nichts ist, dann dĂŒrfen wir uns nicht mehr zurĂŒckziehen, wenn wir bei der Arbeit, im Freundes- und Bekanntenkreis und sogar in der eigenen Familie immer wieder auf eine Mauer der Ignoranz stoßen, die uns trotz guter sachlicher Argumenten in die Leugner-, Skeptiker- und rechte Verschwörungsecke drĂ€ngen will. Mein Appell besonders auch an die Verantwortlichen des Mittelstandes ist, die Appeasement-Politik-aus-Furcht-vor-schlechter-Publicity zu verlassen und, egal ob Klima, Energie oder Corona, auf eine sachgemĂ€ĂŸe Debatte zu bestehen und Fehlentscheidungen klar und deutlich anzusprechen. Gerade Corona sollte sie mehr als deutlich erkennen lassen, was passiert, sollten wir den aktuellen Kurs beibehalten.

Deshalb: Akzeptieren wir das leere Moralgetöse nicht mehr und halten wir dagegen. Allerdings ruhig und sachlich. Denn Moralismus lĂ€sst sich nicht durch Moralismus bekĂ€mpfen, auch wenn er das Wort Liebe inflationĂ€r gebraucht – Sigmund Freud lĂ€sst grĂŒĂŸen. Etwas, was mich Abstand zu manchen „Anti-Corona“-AktivitĂ€ten halten ließ. Vernunft hingegen einzufordern, reicht völlig aus und ist dringend notwendig. Denn wenn die Klugen immer nachgeben, werden die Anderen die Welt regieren. Die Coronakrise wird vielleicht einmal in die Geschichte als Wendepunkt eingehen, an dem sich entschieden hat, ob wir zurĂŒck auf den Kurs einer freien Gesellschaft finden oder die Umgestaltung in eine Art Überwachungs-Demokratie akzeptieren – um in GĂ€nze im Dunstkreis Chinas aufzuwachen.

Die Aufrechten

Hier nun Beispiele fĂŒr aufrechte, wie fĂ€hige Wissenschaftler, die sich aktuell angesichts der verfahrenen Corona-Situation zu Wort melden. Es ist ein Genuss.

Gerd Antes ist einer der versiertesten Medizinstatistiker und war Direktor des Deutschen Cochrane-Zentrums am UniversitĂ€tsklinikum Freiburg, das medizinische Studien wissenschaftlich prĂŒft und auswertet. Im Oktober meldete er sich in einem Interview mit dem SWR “Experte kritisiert Coronavirus-Strategie“ folgendermaßen zu Wort. „Alles versĂ€umt worden, was irgendwie versĂ€umt werden kann“

Auf die Frage, ob man mit den Schutzmaßnahmen der Bevölkerung falsche Hoffnung mache, sagte er:

„Eindeutig, ja. Nicht vorsĂ€tzlich und bösartig, sondern aus einer Mischung aus Inkompetenz, Ignoranz und Arroganz. Jetzt sind ja alle wieder geschockt, dass das, was man vielleicht im Winter erwartet hĂ€tte, schon im September auftritt. Das ist ein – so hart muss man es sagen – vorhersagbares Versagen. Es ist ja ĂŒber den ganzen Sommer alles versĂ€umt worden, was irgendwie versĂ€umt werden kann. Das, womit wir im April hĂ€tten anfangen können, um ganz gezielt und schnell Daten zu erheben, ist bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht gemacht worden. Das fĂ€llt uns jetzt auf die FĂŒĂŸe. (
) Über allem schwebt aber der große, dunkle Schatten, dass die Zahlen nicht richtig sind, weil wir keine systematisch erfassten Zahlen haben. Das ist das große Problem gegenwĂ€rtig, dass wir das seit acht Monaten versĂ€umt haben.“
„Die Tests liefern fĂŒr allgemeine Aussagen keine belastbaren Zahlen. Deshalb sind alle Zahlen, die aus diesen Tests abgeleitet werden, grundsĂ€tzlich mit Vorsicht zu genießen und schlimmstenfalls grob falsch. Am auffĂ€lligsten kann man das an der Dunkelziffer erkennen: Wir erwischen nur einen gewissen und völlig unsystematisch erhobenen Anteil der Infizierten.“
„Die Strategie ist nicht falsch, weil es keine Strategie gibt. Das wird nach dem, was ich aus persönlichen Kontakten heraus weiß, ĂŒberall anders gemacht und ist auch belastet mit einer großen Inkompetenz. Dieses Hochjubeln von Clustern als „HaupttĂ€ter“ ist aus meiner Sicht hochgradig inkompetent, weil das immer nur retrospektiv festgehalten werden kann. Hinterher ist es immer ein schönes „Erkenntnisfest“, wenn man sagt: Oh, da sind jetzt 200 Leute infiziert und jetzt können wir die in QuarantĂ€ne schicken und dann haben wir richtig was geleistet. Wenn man das mal aufaddiert, dann sieht man sehr schnell, dass der Anteil von sogenannten spontanen Übertragungen unglaublich groß sein muss. Sonst wĂŒrde man nie auf die Gesamtzahl kommen. Wenn wir jetzt sehen, dass wir gegenwĂ€rtig tausende positive Tests haben und dann noch einmal eine große Dunkelziffer obendrauf - dann ist das, was wir ĂŒber die immer wieder hochgejubelten Events zĂ€hlen können, verschwindend gering.“
„Wenn man den Tunnelblick der Epidemiologen hat, die nur die Gesundheit interessiert, dann wird es wahrscheinlich gelingen, die Infektionen zu kontrollieren. Aber das sage ich mit extremer ZurĂŒckhaltung. Wenn man aber den gesamten gesellschaftlichen Bereich im Blick hat, dann richten wir damit ĂŒber den langen Zeitraum wahrscheinlich horrende SchĂ€den an. Da wird dann im Vordergrund immer nur der wirtschaftliche Schaden gesehen. Das ist aber ja nur der eine Schaden. Der andere ist der gesellschaftliche Schaden. Erstens glaube ich, dass die Einsamkeit wirklich Auswirkungen haben kann auf die MortalitĂ€t von alten Menschen. Das muss sehr ernst genommen werden. Genau wie die Auswirkungen auf Kinder oder Abiturienten, denen das, was vorher alle gemacht haben – also Work and Travel und Co. – auf unbestimmte Zeit unmöglich ist.“
„Zweifel ist die entscheidende Triebfeder der Erkenntnis“

Prof. JĂŒrgen Windeler ist Leiter des Instituts fĂŒr QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln. Er schrieb am 29. Oktober in der SĂŒddeutschen Zeitung einen Beitrag mit dem Titel „Wir sollten einander wieder zuhören“

Zitate:

„Mitte September hat das deutsche Netzwerk fĂŒr evidenzbasierte Medizin (DINEbM), eine etablierte wissenschaftliche Fachgesellschaft, eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit einer Reihe relevanter Fragen rund um die Covid-19 Pandemie befasste. Die Reaktionen waren bemerkenswert: ein Twitter-Gewitter, VerschwörungsverdĂ€chtigungen, VerharmlosungsvorwĂŒrfe – das ganze Spektrum dessen, was man aus den letzten Monaten kennt.“
„Zweifel ist die entscheidende und, genaugenommen, neben Neugier die einzige Triebfeder wissenschaftliche Erkenntnis. Wer in den letzten Monaten Zweifel geĂ€ußert hat, der konnte erleben, dass das Fragen als solches bereits als eine Form von HĂ€resie betrachtet wurde. Das konnte im Kleinen wie im Großen passieren und egal, ob man Zweifel an einzelnen Zahlen, Verlautbarungen oder Entscheidungen bzw. deren BegrĂŒndung hatte, oder man es wagte auf einzelne Inkonsistenzen und Ungereimtheiten hinzuweisen, blitzschnell konnte man sich in der Kiste der „Relativierer“, „Verharmloser“ oder gleich der „Covidioten“ wiederfinden.“
„QualitĂ€tsmedien gelang es zuweilen nicht mehr, Zwischenfragen und Verschwörung zu unterscheiden. Das hat Wirkung gezeigt: ich kenne eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen, die sich sehr sorgfĂ€ltig ĂŒberlegen, ihre Fragen noch zu Ă€ußern, aus Sorge, mit den „AluhĂŒten“ in einen Topf geworfen zu werden. Man hĂ€tte meinen können, dass sich die SchĂ€rfe der Positionen und der gegenseitigen Unterstellungen und VorwĂŒrfe mit der Zeit abschleift. Die heftigen Reaktionen auf die Stellungnahme des DINEbM belegen leider das Gegenteil.“
„Wissenschaft wird polarisieren und, wenn mit richtig und falsch auch gut und böse assoziiert wird“
„Nur in einem offenen Diskurs können Grundlage und Entscheidungen geĂ€ndert und diese Änderung glaubwĂŒrdig begrĂŒndet werden. Es ist von großer Bedeutung alle verfĂŒgbaren Möglichkeiten einer Verbesserung der Erkenntnis in den Diskurs einzubeziehen. Das wiederum setzt voraus das Fragen und DatenlĂŒcken thematisiert werden dĂŒrfen. Denn der geĂ€ußerte Zweifel ist es, der die intensive Suche nach der richtigen Antwort in Gang setzt.“
„Wir mĂŒssen nicht alle einer Meinung sein aber wir könnten uns ĂŒber die Art der Auseinandersetzung verstĂ€ndigen und wir könnten uns wenigstens zuhören. Das ist im Übrigen der erfolgversprechende Weg, den Verschwörungsextremisten die UnterstĂŒtzung zu entziehen.“
„Kriterien einer wissenschaftsbasierten Risikokommunikation berĂŒcksichtigen“

Die Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Ingrid MĂŒhlhauser veröffentlicht aktuell auf den Seiten des Deutschen Netzwerks evidenzbasierter Medizin den Beitrag: „Risikokommunikation von COVID-19 MortalitĂ€tsdaten – Zur Bewertung der Daten braucht es eine differenzierte und vergleichende Einordnung.“ (Die Originalquelle, zu der leider kein Link existiert: Ingrid MĂŒhlhauser, „Risikokommunikation von COVID-19 MortalitĂ€tsdaten“, Seiten 26–29, KVH-Journal 12/20. Hier der Link zu einer frĂŒheren Veröffentlichung mit gleichem Thema.)

Zitate:

„Zahlen ohne BezugsgrĂ¶ĂŸe können nicht sinnvoll gedeutet werden. Das EbM Netzwerk hat seit Beginn der Pandemie in mehreren Stellungnahmen eine verstĂ€ndliche Risikokommunikation eingefordert. Dennoch werden diese Kriterien in der medialen Berichterstattung zu SARS-CoV-2/Covid-19 weiterhin nicht angemessen berĂŒcksichtigt.“
„Die öffentlichen Medienberichte zu SARS-CoV-2/Covid-19 liefern ĂŒberwiegend Rohdaten ohne BezugsgrĂ¶ĂŸen. Vergleiche mit anderen Todesursachen fehlen.“
„Der direkte Vergleich zwischen Infektionen mit SARS-CoV-2/Covid-19 und Influenza-Viren ist nicht möglich, da es keine einheitliche Systematik zur diagnostischen Erfassung und Berichterstattung gibt, das gilt besonders fĂŒr die Bestimmung der Todesursachen. 
. So heißt es auf der Website des RKI: „die offizielle Todesursachenstatistik ist nicht aussagekrĂ€ftig, sie beruht auf den Angaben auf dem Totenschein, auf dem Influenza praktisch nie als Todesursache eingetragen wird, sondern zum Beispiel die bakterielle LungenentzĂŒndung oder eine fortbestehende Grunderkrankungen wie Diabetes oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die Wahrscheinlichkeit eines schweren bzw. tödlichen Krankheitsverlaufs erhöht.“ Zur Berechnung wird die sogenannte Übersterblichkeit (Exzess-MortalitĂ€t) ermittelt.“
„In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 660.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Pneumonie, ca. 300.000 von diesen werden stationĂ€r behandelt, 40.000 versterben an der Erkrankung
. Ein Vergleich mit Covid-19 Pneumonien wĂ€re möglich, wenn sowohl fĂŒr ambulant erworbene Pneumonien als auch fĂŒr Covid-19 Pneumonien, aufgeschlĂŒsselt fĂŒr die unterschiedlichen Altersgruppen, Daten zur Rate an Testpositiven, ErkrankungshĂ€ufigkeit, Hospitalisierungsrate, Anzahl der Behandlungen auf Intensivstation sowie Sterberaten verfĂŒgbar wĂ€ren.“
„Das RKI nennt mit Stand 20. Oktober 6179 Covid-19 FĂ€lle, fĂŒr die bekannt ist, dass diese Person eine Pneumonie entwickelt haben.“
„Nosokomiale Infektionen ziehen sich Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen zu, ĂŒberwiegend in stationĂ€ren Einrichtungen (Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen). Die höchsten Infektionsraten kommen auf Intensivstationen vor. Das RKI schĂ€tzt die Zahl nosokomiale Infektionen in Deutschland auf etwa 400.000–600.000 pro Jahr und die TodesfĂ€lle auf 10–20.000. Mit einer jĂ€hrlichen Erkrankungsrate von 500-650 Patienten pro 100.000 Einwohner liegt Deutschland ĂŒber dem EU-Durchschnitt (450–500 pro 100.000) das RKI betont dazu: „generell sind TodesfĂ€lle durch nosokomiale Infektionen schwer zu bestimmen, insbesondere, weil viele Betroffene an schweren Grunderkrankungen leiden, die bereits ohne Krankenhausinfektion hĂ€ufig zum Tod fĂŒhren.“

Als Fazit schreibt Frau Prof. MĂŒhlhauser:

„Vergleiche mit anderen Infektionskrankheiten und Todesursachen können die Beurteilung von Krankheitslast und Sterberisiko durch SARS-CoV-2 Infektionen in einen Bezugsrahmen stellen, unterschiedliche Verfahren der Erfassung und Auswertung mĂŒssen dabei berĂŒcksichtigt werden. Die Berichterstattung durch das RKI und in den Medien sollte die Kriterien einer wissenschaftsbasierten Risikokommunikation berĂŒcksichtigen.“

Anmerkung des Autors: Frau MĂŒhlhauser beschreibt ein großes VersĂ€umnis. WĂŒrde man den Menschen einen Bezugsrahmen ermöglichen, in dem Zahlen, wie sie Frau MĂŒhlhauser vorschlĂ€gt, zusammen mit den Corona-Zahlen gemeldet wĂŒrden, dann wĂ€re sofort die ĂŒbertrieben Panik erkennbar. Ein Segen fĂŒr viele, die aufgrund der geschĂŒrten Ängste inzwischen schon monatelang leiden.

Die vorschnelle Beatmung von Corona-Patienten

Die aktuelle Unstatistik des Monats Oktober, unter anderem verfasst von den Professoren KrĂ€mer und Gigerenzer, wurde bereits vor ein paar Tagen veröffentlicht. Der fĂŒr mich wichtigste Abschnitt lautet:

„Obgleich die Anzahl der Neuinfektionen derzeit rapide ansteigt, ist das VerhĂ€ltnis der Verstorbenen zu den zwei Wochen zuvor Infizierten deutlich gesunken. Unter den Erwachsenen bis 60 Jahre ist der Anteil der Verstorbenen an den zuvor positiv getesteten um 90% zurĂŒckgegangen, unter den 60- bis 80-JĂ€hrigen um 80% und unter den noch Ă€lteren um 50%. Zwei Studien in den USA und Großbritannien berichten, dass der Anteil der Verstorbenen stark zurĂŒckgegangen ist und zwar gleichmĂ€ĂŸig fĂŒr alle Altersgruppen. (
) Ein Wert von 50 FĂ€llen je 100.000 Einwohner heute hat eine gĂ€nzlich andere Bedeutung als vor einem halben Jahr. Hinsichtlich der zu erwartenden Intensivpatienten und TodesfĂ€lle dĂŒrfte ein Wert von 50 im Oktober maximal einen Wert von 15–20 im April entsprechen; vermutlich entspricht der einem noch geringeren.“
In Wirklichkeit keine nationale Gesundheitsnotlage“

Und zuletzt ein aktueller Beitrag „Corona-Lockdown“: Droht tatsĂ€chlich eine akute nationale Gesundheitsnotlage?“ von dem Psychologen Prof. Christof Kuhbandner, der das hier bereits Gesagte noch einmal eindrĂŒcklich argumentativ unterlegt.

Zitat:

„Es lĂ€sst sich kein wirklicher Anstieg in der Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten erkennen. Das einzige, was ansteigt, ist die Anzahl der Intensivpatienten mit positivem SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis.“

Dies ist Ă€ußerst seltsam, meine These ist, dass das Virus inzwischen mutiert ist zu einer harmloseren Variante, und andere neue Coronaviren interagieren. Herr Kuhbandner findet jedoch auch eine plausible ErklĂ€rung in der aktuellen Testpraxis der Labore, die zu einer Ausweitung falsch positiver Ergebnisse fĂŒhrt.

Seine Schlussfolgerungen:

„Die beschriebenen Befunde legen nahe, dass in Wirklichkeit keine nationale Gesundheitsnotlage droht. Weder ist die Gesamtanzahl der belegten Intensivbetten in den letzten Wochen gestiegen, noch die Gesamtanzahl der stationĂ€r behandelten SARI-FĂ€lle, noch die Anzahl der Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung. Das einzige, was gestiegen ist, ist die Anzahl der Personen mit positiven SARS-CoV-2 Testergebnissen, was angesichts der sich hĂ€ufenden Meldungen von falsch-positiven Testergebnissen daran liegen könnte, dass viele Labore Single-Target-Tests ohne BestĂ€tigungstest einsetzen, so dass die erhaltenen positiven Testergebnisse womöglich zum Teil eher den ĂŒblichen saisonal bedingten Anstieg harmloserer Coronaviren widerspiegeln, als einen dramatischen Anstieg in SARS-CoV-2-Infektionen. Da die zentrale BegrĂŒndung fĂŒr den drohenden „Lockdown 2.0“ ein Anstieg der SARS-CoV-2-Fallzahlen und eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems ist, wĂ€re die politische Entscheidung zur Verordnung des Lockdowns fundamental zu hinterfragen.“

Quelle: Gunter Frank

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